Bürgerinitiative zum Erhalt des Naherholungsgebiets „Pichlinger See“

Was geplant ist:

Worum geht es?

Die LASK GmbH will direkt beim Pichlinger See ein Stadion mit rund 20.000 Sitzplätzen errichten. Bis 2022 soll dieses fertig gestellt werden. Teil der riesigen Anlage wären mehrere Trainingsplätze und Parkplätze für rund 3.500 PKW’s. Insgesamt würde dieses Bauvorhaben rund 200.000 m2 Grünland im Naherholungsgebiet vernichten. Das entspricht einer Fläche von 2/3 des Pichlinger Sees selbst!
Am Pichlingersee suchen im Jahr zehntausende LinzerInnen und OberöstereicherInnen Erholung und Ruhe. Konflikte zwischen kommerziellen Events in der Fussballarena und Familien sowie Ruhesuchenden wären vorprogrammiert.

Jetzt unterschreiben!

Noch ist es nicht zu spät. Mit 6.100 Unterschriften können wir eine Volksbefragung erzwingen. Dann entscheiden die Linzerinnen und Linzer über “ihren” Pichlinger See. Bitte unterstütze uns: Unterschreibe selbst und überzeuge deine KollegInnen, Verwandten, FreundInnen und Bekannten.

Ja oder nein?

Die Linzerinnen und Linzer sollen bei einer Volksbefragung entscheiden: “Soll die Stadt Linz den Pichlinger See und den umliegenden Grüngürtel weiterhin als unbebautes Naherholungsgebiet schützen und die Umwidmung für ein Stadion ablehnen?”

ERHOLUNG FÜR ALLE

Heute können alle Menschen das Naherholungsgebiet nutzen. Ein Stadion wäre nur für eine bestimmte Gruppe nutzbar. Das ist egoistisch und rücksichtslos.

VERKEHRSBELASTUNG

In der Praxis würden so gut wie alle Fans mit ihrem PKW anreisen. Es geht um ein “Auto-Stadion” in einem Stadtteil, der schon jetzt unter Stau und Verkehrsüberlastung leidet.

SAUBERE LUFT

Grünräume sichern unsere Luft- und Lebensqualität. Wir sind dagegen, dass in Zeiten der Klimakrise 200.000 Quadratmeter unserer “grünen Lunge” zerstört werden.

LEBENDIGES ZENTRUM

Linz  soll eine Stadt mit einem attraktiven, bunten Stadtzentrum bleiben. Ein Stadion und eine Eventlocation am Stadtrand wäre schädlich für den Wirtschaftsstandort Linz.

SINNVOLLES HAUSHALTEN

Das Stadion kostet rund 60 Mio. €. 1/3 davon zahlen die LASK Investoren. Den Rest soll der Steuerzahler finanzieren, obwohl bei Bildung, Gesundheit und Pflege gespart wird.

HOHE FOLGEKOSTEN

Die Stadt müsste die laufenden Kosten von Straßen, Öffentl. Verkehr, Kanal, Strom und Sauberkeit stemmen. Der Pichlinger See ist also langfristig auch der teuerste Standort.

Wir sind für die Erhaltung des Pichlinger Sees!

Hier kommen laufend Unterstützer dazu.

Franz Dobusch, ehemaliger Bürgermeister von Linz

Ich will das Naherholungsgebiet rund um den See bewahren. So haben wir es vor gerade einmal 6 Jahren beim letzten Flächenwidmungsbeschluss alle gemeinsam vereinbart. Wenn wir das für ein Stadion lockern, ist die Gefahr, dass weitere Verbauungen dazu kommen riesengroß.

Christine Haiden, Journalistin und "Bodenbotschafterin"

Ist die Lösung wirklich intelligent? Wenn wir weiter so ungehemmt Grünland verbrauchen, sitzen die nächsten Generationen nur mehr auf Beton. Ich freu mich auf Neues, aber ich will ökonomisch und ökologisch die beste Lösung.

Günter Hager, Gastronom

Als Gastronom in Linz unterstütze ich eine Volksbefragung. Ein Stadion und eine weitere Eventlocation am Stadtrand zieht Kunden und Steuergeld aus dem Linzer Zentrum. Das schadet unserer Innenstadt, unseren Mitarbeitern und unserem Geschäften.

Renate Pühringer, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Wir wissen, dass wir zu viele Ressourcen verbrauchen und so nicht weitermachen können. Deshalb bin ich dafür den Grüngürtel zu belassen wie er ist!

Gabriele Deutsch, Schauspielerin

Etwas so gut Gewachsenes dürfen wir nicht zerstören. Hier am See trifft sich Jung und Alt, hier gibt es ein gutes Miteinander, zu jeder Jahreszeit. Linz möge bitte weiterdenken, wo ein neues Stadion sinnvoll gebaut werden kann.

Begründung

Die rechtliche Basis für diese gemeinsame Nutzung ist seit Jahrzehnten die so genannte Flächenwidmung und das Örtliche Entwicklungskonzept. Das hat sich bewährt. Für ein Stadion in diesem Naherholungsgebiet müsste der Gemeinderat seinen eigenen Beschluss – der das Areal fachlich gut begründet unter besonderen Schutz stellt – zurück nehmen und diese Flächenwidmung ändern.

Oberösterreich ist trauriger Europameister im Versiegeln von wertvollen Grünflächen mit Straßen und Gebäuden. Grünraum und Ackerflächen sichern unsere Luft- und Lebensqualität sowie unsere heimische Versorgung an Lebensmitteln. Wir verstehen nicht, warum in Zeiten der Klimaerhitzung 200.000m² (!) unserer städtischen „grünen Lunge“ für ein Stadion mit tausenden Parkplätzen geopfert werden sollen.

Linz soll eine Stadt mit einem attraktiven, bunten Stadtkern bleiben. Das Zentrum soll Erlebnis, Shopping, Bildung, Kultur, Freizeit und auch Sport bieten. Ein Stadion und eine Eventlocation am äußersten Stadtrand widerspricht dieser zentralen Bedeutung der inneren Stadt. Das wäre für den Wirtschaftsstandort ähnlich schlecht wie entlegene Shoppingzentren, welche die Zentren aussaugen.

Leider ist der Pichlinger See nur schlecht an den öffentlichen Verkehr angebunden. Das lässt sich – wenn überhaupt – nur langfristig ändern. In der Praxis würden daher so gut wie alle Fans mit dem PKW anreisen. Wir reden also von einem „Auto-Stadion“ in einem Stadtteil, der jetzt schon unter Stau und Verkehrsüberlastung leidet.

Wir sind dafür, dass mit unseren Steuern Sportstätten und Freizeitflächen für die Allgemeinheit gefördert werden. Neben der einmaligen Errichtung des neuen Stadions, müsste die Stadt aber auch über Jahrzehnte die Kosten von Straßen, Öffentlicher Verkehr, Kanal und Sauberkeit stemmen. Aus Sicht der Steuerzahler wäre der Pichlinger See langfristig auch der teuerste Standort für dieses Stadion.

Aktuelles

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